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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 1/2002
    zeigte sich wieder einmal wie wichtig dieses Weekend in der Probephase ist Beim Konzertstück für 4 Hörner von Robert Schumann durfte die Feldmusik mit Radovan Vlatkovic Thomas Müller und Jakob Hefti zusammenarbeiten Besonders die Proben mit den Solisten waren interessant und lehrreich Das Sommerkonzert wurde ein voller Erfolg für alle Beteiligten was auch in der Berichterstattung der Zeitungen zum Ausdruck kam Songs and Dances war das Motto am Winterkonzert 2002 Die anfänglich musikalisch schwer zu verstehenden Werke nahmen besonders nach dem gutbesuchten und intensiven Probenwochenende Strukturen und Formen an Als Eröffnung spielte die Feldmusik Into the Air von Timothy Mahr Besonders für das Blech war das Stück eine große Herausforderung Five Folksongs for Soprano and Band von Bernard Gilmore bildete das zweite Stück im ersten Teil Als Solistin konnte Olga Valmond aus Luzern verpflichtet werden Sie überzeugte mit einer hervorragenden Stimme und der äusserst musikalischen Gestaltung ihres Parts und wurde von der Feldmusik mit der nötigen Disziplin und Agilität begleitet Nach der Pause präsentierte das Orchester Storyville von James Syler Die Feldmusik trat mit einer neuen Aufstellung vor das Publikum Auf der Bühne vermischten sich alle Instrumentengattungen in zahlreichen Gruppen welche während der Aufführung mit verschiedenen Motiven in den Vordergrund traten Gegen Ende des Stücks erklang aus dem Hintergrund der Choral Näher mein Gott zu dir ohne Worte gesungen von Olga Valmond Ruedi Gasser unterstütze die Sängerin mit seinem wunderschönen Saxophonklang Mit Yiddish Dances von Adam Gorb beendete die Feldmusik den offiziellen Konzertteil und bedankte sich mit dem January February March beim Publikum für den herzlichen Applaus Die Feldmusik hat ein intensives Jahr hinter sich Ich danke allen für den grossen Einsatz und freue mich auf das kommende Sommersemester unter dem Motto On the groovy Side Lukas Christinat Jahresbericht des Präsidenten Über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Geschäftsjahres wurde im Mitteilungsblatt während des Jahres bereits ausführlich berichtet Insbesondere gilt dies für die Generalversammlung 2001 das Sommerkonzert an den 3 Schweizerischen Horntagen mit der Aufführung der Auftragskomposition von Olivier Waespi die Ereignisse an der Chilbi und Fahnenweihe anfangs September das Auf und Ab rund um unsere geplante Teilnahme an der Mideurope 2002 in Schladming und das im Eiltempo erstellte Projekt für den Sommer 2002 In diesem Blatt berichtet die Redaktion über das Winterkonzert Mitte Januar und aus dem Bericht des Präsidenten der Musikkommission wird das musikalische Leben kompetent wiedergegeben Ich werde deshalb im Folgenden diese Themen nicht mehr ausführlich behandeln Sommersemester 2001 Unüblich früh begannen wir mit der Probenarbeit bereits Mitte Februar noch vor der Fasnacht Wir wollten für das früh angesetzte Konzert anlässlich der Horntage Ende Mai gut gerüstet sein Das Erlebnis mit den hochkarätigen Solisten war dann auch ein bereicherndes und unvergessliches Erlebnis Ab Juni konnten wir musikalisch etwas kürzer treten und uns voll und ganz den Vorbereitungsarbeiten für das Fest an der Chilbi widmen Mit Marschmusikständchen im Feldheim und im Dorf sowie einem Konzert anlässlich der Feier von Adrian Imfeld zum Präsidenten des Kantonsrates konnten wir uns in der Öffentlichkeit gut in Szene setzen Ebenso am anschliessenden Bankett im Festzelt beim Hotel Krone wo wir die hohe Leistungsbereitschaft als Servier Equipe ein weiteres Mal demonstrieren konnten Wichtiger Bestandteil des von grossen Anlässen geprägten Vereinsjahres 2001 02 waren auch diverse kleinere Auftritte wie hier anlässlich eines Feierabend Ständchens im Feldheim Das aus ungewohnter Perspektive aufgenommene Bild wurde uns freundlicherweise von Maria von Rotz zur Verfügung gestellt Besten Dank Chilbi und Fahnenweihe Im Hintergrund wurde derweil unablässig organisiert geschrieben gesammelt und getagt In drei unabhängig wirkenden Gruppen wurde zielstrebig auf das grösste Ereignis im Vereinsjahr hingearbeitet Während sich das OK Fahnenweihe um die Fahne die Paten den Festakt die Gäste die Festschrift die Werbung und die gross angelegte Spendenaktion kümmerte wurde im eingespielten Chilbi OK der dreitägige Festbetrieb und die Unterhaltung vorbereitet Mit viel Liebe und Hingabe kümmerte sich sodann ein Küchenteam um das Gelingen des sonntäglichen Banketts Als gutes Omen für das bevorstehende Fest konnten sehr erfreuliche Ergebnisse aus der Sammelaktion verzeichnet werden Die breite und grosszügige finanzielle Unterstützung durch Private und Unternehmungen gab uns Ansporn für die letzten Vorbereitungen Beeinflusst durch das schlechte Wetter war dann aber der Besuch am Chilbi Freitag und Samstag sehr mässig und enttäuschend Einmal mehr hatten sich die grossen Anstrengungen die Chilbi zu einem Dorffest zu machen nicht gelohnt Was würde uns am Sonntag erwarten Auf die Stunde genau wechselte das Wetter Mit dem Eintreffen der geladenen Gäste der Paten und Patensektion lachte uns die Sonne entgegen und sollte uns den ganzen Tag begleiten Und die Fahnenweihe wurde zu einem in jeder Hinsicht hervorragend gelungenen Fest Der Zug durch s Dorf mit Musik und im Winde wehenden Fahnen der Festakt in der Kirche und die lockere Stimmung am Bankett passten perfekt zusammen Das von vielen ausgesprochene Lob und die hohe Anerkennung für die professionelle Organisation und Durchführung taten gut Die Anstrengungen hatten sich gelohnt Gespannt waren wir dann auf die finanzielle Berichterstattung Einer sehr erfolgreichen Sammelaktion standen die Kosten für das Fest und das unbefriedigende finanzielle Ergebnis des Chilbibetriebes gegenüber Mit Freude kann ich berichten dass wir unsere Schulden um 44 000 Franken auf Fr 30 000 reduzieren konnten und unser Ziel die finanzielle Situation des Vereins nachhaltig zu verbessern erreicht haben Dieses gute Ergebnis entstand aus dem Mitwirken von vielen Einige möchte ich an dieser Stelle erwähnen Die OK Präsidenten Benno Dillier und Markus Kiser Festwirt Urs Kaufmann und die Bankettköche Rolf Läubli und Peter Allamand Den Verantwortlichen für die Festschrift Andreas Schlittler Unsere Paten Annemarie Wirz und Beat Kiser Die Patensektion Musikgesellschaft Eintracht Sachseln Festprediger Pater Dominik Thurnherr Organistin Cornelia Dillier Die Mitglieder der Sarner Gugger für den Service am Bankett Schwester Pia und Schwester Basilia vom Frauenkloster Sarnen für die Herstellung der wunderschönen Fahne Wintersemester 2001 02 Zu Beginn des Wintersemesters waren wir mit einer komplexen Problemstellung konfrontiert Einerseits nahm die Begeisterung gegenüber dem Projekt Schladming stark ab andererseits überraschte uns der Dirigent mit einem Urlaubsgesuch für das Sommersemester 2002 Die Emotionen gingen hoch und die Diskussionen waren heftig Schladming wurde abgesagt und die Planung für den Sommer 2002 eingeleitet Rasch erkannten wir dass wir ungeplant die Chance erhielten den an der GV 2001 geäusserten Wunsch nach Abwechslung in der Programmgestaltung umsetzen zu können Nach knapp drei Wochen stand das Projekt Im Sommer werden wir uns in die unterhaltsame Musik des Pop und Jazz vorwagen und haben in der Person von Martin Streule einen bestens ausgewiesenen Dirigenten verpflichten können Dass wir parallel zu diesen Turbulenzen noch einen effizienten und gut besuchten Probenbetrieb führen konnten war nur dank der Besonnenheit und Disziplin aller Mitglieder möglich und erfüllt mich mit Stolz Den Lohn für dieses Verhalten konnten wir am Winterkonzert ernten Die Aufführungen sind uns gut gelungen und das Konzert mit der Sopranistin Olga Valmond war sehr stimmungsvoll Zu Besorgnis Anlass gibt andererseits der seit einigen Jahren rückläufige Konzertbesuch Vereinsleben Die Arbeit im Vorstand die während der Vorbereitung auf die Fahnenweihe stark reduziert war konzentrierte sich auf die Organisation der Konzerte sowie die Bewältigung der immer stärker ins Gewicht fallenden Mutationen Die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Einzelnen die hohe Beanspruchung im Berufsleben gestiegene Mobilität und Flexibilität in den Lebensformen sind dem traditionellen Vereinsleben nicht förderlich Bei uns herrscht ein buntes Kommen und Gehen Zur Zeit zählen wir über 20 Dispensierte insbesondere zufolge Ausbildung oder Auslandabwesenheit einige wegen beruflicher oder gesellschaftlicher Beanspruchung Der Trend zu Teilzeitmusikern ist unverkennbar und fordert hohe Flexibilität von den Verantwortlichen des Vereins Waren wir im Sommer voll und ganz mit den Vorbereitungen beschäftigt so fanden wir im Winter Zeit den Zusammenhalt ausserhalb des Musikbetriebes zu pflegen Das Trompetenregister organisierte ein Austrinket nach der letzten Probe im Jahr und das Klarinettenregister lud zu einem nächtlichen Winterplausch in die Stöckalp Ausblick auf das Vereinjahr 2002 Das kommende Vereinsjahr wird interessant und abwechslungsreich Anfangs März starteten wir die Probenarbeit für das Sommerkonzert Mit Bearbeitungen zu Musik von Count Basie Frank Sinatra Gloria Estefan und anderen bekannten Stars werden wir zielstrebig in die andere Welt der Musik geführt Mit einem passenden Rahmenprogramm und konsequenter Werbung hoffen wir auf ein volles Haus am 6 Juli in der Aula Cher Kurz danach führt uns eine Vereinsreise ins Zillertal an welcher wir neben einer weiteren Aufführung unseres Sommerprogrammes in erster Linie die Geselligkeit pflegen und den Zusammenhalt fördern wollen Die Vorbereitungen für das Winterkonzert sind angelaufen und versprechen Interessantes und Neues Rolf Schumacher wird uns das Projekt an der Generalversammlung vorstellen Ich freue mich auf ein von Musik geprägtes Vereinsjahr Heini Portmann Alois Dillier 8 Dezember 1927 3 März 2002 Traurig und betroffen mussten wir Anfang März vom Tod Alois Dilliers Kenntnis nehmen Nach langer Krankheit ist er am ersten Sonntag dieses Monats friedlich zu Hause eingeschlafen Mit Alois Dillier verliert die Feldmusik einen überaus treuen Fan und äusserst grosszügigen Gönner der unerschütterlich zu ihr gehalten hat auch wenn zwischendurch nicht alles nach Wunsch gelang Seine Treue ging so weit dass er uns sogar auf Konzertreisen ins Ausland begleitete Wisi war auf eine Art und Weise begeisterungsfähig die wir sonst von niemandem zu spüren bekamen Nicht selten kam es vor dass er nach erfolgreichen Auftritten zu den ersten und herzlichsten Gratulanten gehörte Und wenn wir nicht zu den Siegern zählten schien es als litte er mehr als wir selbst uns dies zugestanden Wisi wir vermissen Dich und wir werden Dich auch in Zukunft vermissen Deinen Angehörigen entbieten wir unser herzliches Beileid Wir werden Dir ein ehrendes Andenken bewahren Andy Schlittler Sommer 2002 On the groovy Side Wie es dazu kam Was wir erwarten Was wir uns erhoffen lc as Mit den ersten Proben nach den Fasnachtsferien ist die Feldmusik in eine zweifelsohne aussergewöhnliche Saison gestartet Sie ist in die Welten des Swing des Jazz des Rock und des Pops eingetaucht Die meisten von uns kennen diese Stile zwar vom Hören her hatten bisher aber kaum Gelegenheit deren Schönheiten und Charaktere mit dem Instrument auszuloten Aus diesem Grund hat die Musikkommission auf Anregungen aus dem Verein reagiert und beschlossen für den kommenden Sommer ein Projekt der besonderen Art zu lancieren On the groovy Side so sein Titel stellt in seiner Konsequenz ein für unsere Verhältnisse einzigartiges Unterfangen dar Dank einem Hinweis unseres Bassposaunisten Reto Zumstein und dessen guten Beziehungen zur Schweizer Bigband Szene konnten wir mit Martin Streule innert kürzester Zeit einen blasmusikerfahrenen Jazzmusiker erster Güte für unser Vorhaben begeistern Das von ihm ausgearbeitete Programm beinhaltet Titel von Gloria Estefan Sting Count Basie Frank Sinatra und anderen weltbekannten Grössen aus dem Bereich moderner Unterhaltungsmusik und mutet durchwegs ambitioniert an Für uns Musikantinnen und Musikanten wird es eine exzellente Herausforderung darstellen Wir werden sehr schnell zu spüren bekommen wo die Schwierigkeiten liegen wo sich die Unterschiede zur vertrauten konzertanten Blasmusik manifestieren und was das für uns als Ausführende bedeutet Als erstes werden wir uns auf neue Rhythmen einstellen müssen auf den Swingrhythmus beispielsweise oder auf jenen des Rock Vielleicht müssen wir lernen funkig zu denken Mit Sicherheit werden wir unsere Phrasierung umstellen müssen Was in der klassischen Blasmusikliteratur mit ta ta ta gespielt wurde muss jetzt plötzlich locker swingend duba duba gespielt werden Ausserdem werden wir viel weniger auf dem Schlag spielen sondern viel mehr Offbeat also oft erst nach einer 16 tel Pause oder auf den letzten 16 tel eines Taktes Das wird zwar nicht immer leicht sein doch wollen wir versuchen uns dem anvisierten Ziel mit gemeinsamen Übungen und intensivem Training Schritt für Schritt anzunähern und dabei allerhand Neues für uns zu entdecken Mit On the groovy Side wollen wir einerseits unsere treuen ZuhörerInnen ansprechen andererseits und darüber hinaus jedoch auch ein Publikum für uns und unsere Musik begeistern das bei einem typischen Blasmusikkonzert üblicherweise nicht anzutreffen ist Ob uns dies gelingt wird sich weisen So oder so freuen wir uns auf das Bekannte Unbekannte und die Arbeit mit Martin Streule Wir werden alles daran setzen der Aula Cher am 6 Juli ein cooles und fägiges Konzert präsentieren zu können Let s swing together Martin Streule Instrumentalist Dirigent Komponist und Lehrer as Der heute 30 jährige Martin Streule ist in St Gallen aufgewachsen und lebt seit 1991 in der Region Bern Während gut zehn Jahren war er als Dirigent in verschiedenen Blasorchestern des Kantons Bern tätig Von 1995 bis 1997 studierte er Jazz Komposition und Arrangement bei Frank Sikora und betrieb Instrumentations Studien bei Hans Peter Blaser am Konservatorium Bern 1997 schloss er die Berufsschule der Swiss Jazz School Bern mit dem Prädikat sehr gut ab Sein Hauptfach war Elektrobass sein Lehrer Stefan Rademacher Der Swiss Jazz School Bern und dem Elektrobass blieb Martin Streule bis heute treu Er unterrichtet seit seinem Abschluss auf genau diesem Instrument an genau dieser Schule 1997 gründete er das MARTIN STREULE JAZZ ORCHESTRA MSJO bei welchem er seither als Leader Composer Arranger und Bandmanager tätig ist Wer unter www streulejazz ch auf die Homepage dieser Band surft findet dort folgendes Zitat Das Martin Streule Jazz Orchestra ist zur Zeit sicher die innovativste Jazz Grossformation der Schweiz Pepe Lienhard im April 2000 Ähnlicher Meinung schien Radio DRS2 bereits 1998 zu sein immerhin produzierte es damals eine CD mit dem MSJO Zwischen 1998 und 2001 ergänzte Martin Streule seine Ausbildung durch Studien auf dem Altsax bei Christian Röllinger Als freischaffender Instrumentalist war er bei diversen Projekten mit so verschiedenen Stilrichtungen wie Salsa Latin Jazz Fusion Rock Pop und Musical engagiert Ausserdem ist er Mitglied der Swiss Army Big Band Die letzten beiden Jahre waren von einer überaus regen Tätigkeit in den Bereichen Direktion und Komposition geprägt Martin Streule war Finalist des Dirigentenwettbewerbes des Internationalen Musikpreises Grenchen mit der Camerata St Petersburg Gastdirigent beim Sinfonischen Blasorchester Bern und Teilnehmer von Meisterkursen bei Andreas Spörri Camerata St Petersburg und Toshiyuki Shimada Portland Symphony Orchestra 2001 machte er seinen Abschluss in Blasorchester Direktion an der Hochschule für Musik und Theater Bern bei Hans Peter Blaser In die gleiche Zeit fallen Kompositions Studien bei Urs Peter Schneider und diverse Auftragskompositionen und Arrangements für das Sinfonische Blasorchester Bern das Jugendsinfonieorchester des Konservatoriums Bern die Brass Connection und die Interkantonale Blasabfuhr Darüber hinaus erhielt er im Rahmen der Reihe Composer of the Week des Europäischen Musikmonats Basel einen Kompositionsauftrag des Sinfonischen Blasorchesters des Schweizer Armeespiels und zeichnete für eine Klanginstallation am Science et Cité Festival Bern verantwortlich Und last not least wird Martin Streule der seit 2001 Dozent für U Musik im Blasorchesterleiterseminar der Hochschulen für Musik und Theater Zürich und Bern ist als Dirigent und Arrangeur des Zivilschutzorchesters Luzern zusammen mit dem Luzerner Sänger und Texter Hösli an den diesjährigen Stanser Musiktagen auftreten Martin Streule der Sanktgaller aus Bern in Sarnen Angesichts seines eindrücklichen Werdegangs eine überaus reizvolle Zukunftsperspektive Seine Zusage für unser Projekt ist uns Ehre und Verpflichtung zu gleichen Teilen Wir werden topmotiviert unser Bestes geben BIG GROOVES Ein Orchester spielt Small Band von Martin Streule Im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts haben sich verschiedene Musikstile entwickelt die auf einer sogenannten Small Band Besetzung basieren Ensembles mit im Vergleich zu den grossen klassischen Klangkörpern meist wenigen Mitgliedern Und im Gegensatz zur Musik der Komponisten des 18 und 19 Jahrhunderts lassen sich viele dieser Kompositionen nicht so ohne weiteres auf ein grosses Orchester übertragen oder zumindest nicht ohne die Ausführenden mit nicht unerheblichen bis sogar unlösbaren Problemen zu konfrontieren Doch trotz allem spricht vieles dafür die fast unerschöpflichen klanglichen Möglichkeiten eines gut ausgebauten Orchesters eines Blasorchesters in unserem Fall und die musikalischen Ausdrucksformen einer oft sehr rhythmisch geprägten und nebenbei erwähnt auch populären Musik zu kombinieren Leider hat sich mittlerweile der Begriff der U Musik fest in unserem Wortschatz eingenistet Eine Trennung in eine U und eine E Abteilung erscheint aber bei den immensen Möglichkeiten die uns die Musik als Ausdrucksform heutzutage bietet geradezu lächerlich Dazu kommt die Tatsache dass mit dieser Schwarz Weiss Sichtweise auch noch Wertungskriterien verbunden sind E entspricht der Kunst U der blossen Konsum Musik Auch Mozart hat Unterhaltungsmusik geschrieben und was zeitgenössische Funk Pop und Jazzbands heute live bieten ist oft ebenso hohe Kunst wie eine packende Aufführung der fünften Beethovens So ist vielleicht Ü Musik eine faire Bezeichnung löst aber unser Problem auch nicht wirklich Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel der Begriff Groovemusik den Germanisten werden zwar ob der dilettantischen Vermischung englischer und deutscher Ausdrücke die Haare zu Berge stehen aber was solls bezeichnet er doch jegliche Musik in der die rhythmische Komponente eine prägende Stellung einnimmt ob Bach Haydn Stravinsky oder die Beatles spielt keine Rolle Groove der englische Ausdruck für Rille meint im musikalischen Sinne den Zustand wo alle beteiligten Personen die selbe Sprache in musikalischen Terminologien Rhythmik Artikulation Timing Dynamik Klang u s w sprechen und sich somit zu einer festen und wieder nebenbei bemerkt sehr überzeugenden Einheit verbinden was sich auch in viele Situationen unseres Alltags übertragen lässt Wie bereits erwähnt ist die Rhythmik ein entscheidender Faktor wenn nicht sogar DER entscheidende Rhythmik ist aber in diesem Fall viel weiter aufzufassen als wir es uns bisher gewohnt waren So besteht ja die musikalische Welt nicht nur aus Achtel und Viertelnoten sondern das WIE dieser Noten ist genauso wichtig WIE meint Artikulation Dynamik Klang Timing mikro zeitliche Platzierung laid back on the beat lay in front und nicht zuletzt auch den Tonverlauf So sieht die Tonentwicklungskurve eines sinfonischen Orchester staccato Viertels ganz anders aus als die eines Big Band Tutti staccato Viertels Womit bereits das nächste wichtige Detail zu erwähnen wäre nämlich die Pulsauffassung Musiker aus der Groovemusik orientieren sich am Realen Puls das heisst einer metronomisch genauen Interpretation des Metrums Zuerst also der Beat engl Schlag dann die Phrase Sinfoniker hingegen gestalten den Puls nach der Phrase also zuerst die Phrase dann den Beat Beides hat seine Berechtigung und macht im jeweiligen Stil auch Sinn Sobald man aber versucht mit der sinfonischen Auffassung Groovemusik zu spielen und umgekehrt wird s eng Auch die grosse Frage was wichtiger sei Klang oder Präzision taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf Auch die Funktion der Perkussionsinstrumente speziell derjenigen des Schlagzeugs Drumset ist in der Sinfonischen und der Groovemusik keinesfalls identisch So übernimmt der Schlagzeuger oder die Schlagzeugerin in der Groovemusik die Funktion des Dirigenten Was macht man aber nun im Orchester mit zwei Dirigenten Es existieren ja Kompositionen

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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 4/2001
    der Sonne glänzenden Armreifen Yerakinas Und am Ende von A Fiddler spielt eine flüchtige Referenz an Mendelssohns Violinkonzert auf Mutters Träume für ihren Sohn an Storyville James Syler Storyville war das Rotlichtviertel von New Orleans Zwischen 1897 und 1917 fand hier Amerikas erstes Experiment mit legalisierter Prostitution statt In diesem Umfeld nahm die Entwicklung einer fröhlichen Energie und Optimismus ausstrahlenden Musik ihren Anfang Im New Orleans jener Jahre liegen die Wurzeln des Jazz Hinter einer Fassade des Vergnügens verbarg sich jedoch ein trauriger beunruhigender Ort der von grosser menschlicher Verzweiflung Hoffnungslosigkeit Gewalt und Missbrauch gekennzeichnet war Syler verwendet in seiner Komposition von 1996 das Seufzen des fallenden Half Step genauso wie die harmonische Palette des Jazz und diverse Musikstile die in Storyville präsent waren den Ragtime Märsche Blues synkopenreiche Tanzrhythmen und besonders erwähnenswert den Choral Näher mein Gott zu Dir Im Wissen um die historische Wichtigkeit Storyvilles für die Entwicklung des Jazz versuchte Syler den ursprünglich vorhandenen Musikstilen gerecht zu werden indem er sie verwendete um den beinahe undefinierbaren Charakter dieses Ortes und seiner Menschen mit Musik zu beschreiben Yiddish Dances Adam Gorb Diese Komposition beschreibt fünf Tänze die im Rahmen verschiedener Feste der jüdischen Kultur Osteuropas aufgeführt werden Alle Sätze basieren auf den Elementen des Klezmers Khosidl wird in einem mittleren 2 4 Tempo gespielt in welchem sich die Musik frei zwischen Satire Sentimentalität und Pathos bewegt Beim Terkishe handelt es sich um einen jüdischen Tango und Doina ist ein freies Rezitativ in welchem die verschiedenen Instrumente Gelegenheit haben ihre Klangfarben zu präsentieren Im vierten Tanz Hora dominiert ein rockig charakterisierter Rhythmus im 3 8 Takt Beim abschliessenden Freylachs im schnellen 2 4 Takt werden die verschiedenen Themen aus den vorhergehenden Sätzen aufgegriffen und in einem ausgelassenen Treiben aller am Feste Beteiligten einem fulminanten Schluss zugeführt lc as Kleine Geschichte des Tangos Es ist sicherlich nicht einfach die Ursprünge des Tangos zu ergründen Zahlreiche Forscher sind sich aber einig das der Candombe die Milonga die Mazurka die Habanera und der andalusische Tango am Anfang dieses musikalischen Rhythmus standen der heute die ganze Welt erobert hat In den Jahren 1826 1830 gab es in Buenos Aires Montserrat Quartier verschiedene gemeinnützige Gesellschaften denen Frauen und Männer schwarzer Hautfarbe afrikanischen Ursprungs angehörten vor allem Kongolesen und Angolaner Sie waren entführt und als Sklaven verkauft worden Die Gesellschaften waren mit dem Ziel gegründet worden Geld zu sammeln um jene Brüder zu befreien die sich noch den Herren unterwerfen mussten Sie organisierten Feste im Laufe derer frenetisch der Candombe getanzt wurde der als unanständig und obszön galt Die Feste arteten oft aus und endeten in der Regel mit wilden gefährlichen Raufereien da jede Gesellschaft für sich die Vorherrschaft in Anspruch nahm Die Zeit verging und schon 1892 begannen schwarze Afrikaner die Tangos in Schuppen und Hangars zu tanzen nach einer von der heutigen Art sehr abweichenden Manier dem Candombe sehr nahe Diese geschlossenen Orte befanden sich in den Vorstädten am Stadtrand von Buenos Aires Daher der Name Tango Orillero orillero am Rande Die Einheimischen die man Compadrito Malevo Guapo oder Orillero nannte tanzten zu den Rhythmen von Milonga Habanera und Mazurka und begannen die Tänze der Afrikaner zu übernehmen und nach und nach in ihren Quartieren oder Vorstädten bei den Bewohnern einzuführen wobei sie versuchten die Schwarzen zu imitieren gleichzeitig jedoch eine eigene Choreographie erfanden Man nimmt also an der Tango sei aus der Mischung der fünf Rhythmen entstanden Die Absteigen Bordelle Kaffeehäuser und Akademien hängten sich bald an den Erfolg des Tango an Die berühmten Akademien waren nichts anderes als Kaffeehäuser wo die Getränke von Frauen serviert wurden mit denen man tanzen und anderes mehr anstellen konnte Gewisse dieser Häuser waren richtige Luxusbordelle mit verschwiegenen Zimmern Armeeangehörige Polizisten und begüterte Leute die sich als Angehörige einer besseren Gesellschaft betrachteten besuchten besagte Mädchen und unterhielten sie Die oberen Zehntausend lehnten den Tango ab da er ein unanständiger sexueller lasziver Tanz war und wollten nicht glauben dass diese Tanzmusik aus Argentinien stammte Die ersten Tangoorchester die an jenen Orten auftraten bestanden aus Flöten Geigen und Gitarren Später fügte man Klavier und Akkordeon dazu das aber bald durch das Bandoneon ersetzt wurde Der schwarze Pianist Rosendo Mendizabal komponierte 1897 El Entrerriano den erste niedergeschriebenen Tango Italienische Einwanderer spielten zu Beginn des Jahrhunderts den Tango mit Klarinette Mandoline Akkordeon Gitarre und manchmal Tuba Dies nannte man die Italianisierung des Tango In den Jahren 1940 1955 der goldenen Zeit des Tango brachten grosse Orchester bestehend aus Geigen Bratschen Celli drei bis vier oder sogar fünf Bandoneons Klavier und Kontrabass ausserordentliche Arrangeure hervor die dem Rhythmus eine internationale Bedeutung und Ausstrahlung verliehen Diese Arrangeure meist Instrumentalisten folgten dem harmonischen und stilistischen Muster des frazösischen Impressionismus Dies war der französische Tango Die Tangotänzer in Argentinien erhielten nie Unterstützung von den aufeinanderfolgenden Militär und Zivilregierungen Mehr noch Das Praktizieren des Tangos in der Öffentlichkeit wurde zum Teil verboten Die Berufsmusiker welche die musikalische Identität des Landes zu erhalten versuchen arbeiten weiter an einer Entwicklung des Tangos im Respekt der Tradition Einer der berühmtesten Instrumentalisten war der kürzlich verstorbene Astor Piazzolla Compadrito Diminutiv von Compadron Es gibt mehrere Bezeichnungen Guapos Patoteros doch der Compadrito der den Tango vertritt und pflegt ist ein Mann wie alle anderen ein Arbeiter oder Angestellter der nach einer Arbeitswoche seinen unentbehrlichen Hut aufsetzt am Samstagabend seinen schönsten Anzug anzieht und im Stadtzentrum spazieren geht um in den Tanzsalons zu landen und sich als eleganter Tänzer zu zeigen Die Kleine Geschichte des Tangos basiert auf einem Text von Abel Larrosa Cuevas dem Soloposaunisten des Orchesters des Teatro Colon in Buenos Aires Die Bearbeitung besorgte Lukas Christinat Neue Mitspielerinnen Unsere neuen Mitspielerinnen stellen sich vor Ganz und gar Erfreuliches gibt es von der Front unserer Neumitglieder zu berichten Fünf neue Gesichter aufs Mal das gabs schon lange nicht mehr Und wenn im Titel dieser Rubrik für einmal nur die weibliche Form erscheint so ist dies umso bemerkenswerter Amüsiert erinnert sich das Mitteilungsblatt an eine Geschichte die in der 1987 zum 150 jährigen Jubiläum erschienenen Vereinschronik wie folgt zum Besten

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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 1/2001
    mich Ende März an der Generalversammlung mit neuem Elan wieder ins Vereinsleben einsteigen zu können Heini Portmann Präsident Jahresbericht des Präsidenten der Musikkommission Nach einem erfolgreichen Winterkonzert 99 00 mit dem hervorragenden Trompeter Bill Williams der als Solist im Trompetenkonzert von Alfred Reed zu hören war bereitete sich die Feldmusik auf das Kantonale Musikfest in Hergiswil und auf das Sommerkonzert 2000 vor Das Programm mit dem Florentiner Marsch von Julius Fucik der Roman Carneval Overture Op 9 von Hector Berlioz Morceau de Concert Op 94 von Camille Saint Saëns für Waldhorn und Blasorchester und Fantasy Variations von James Barnes war wiederum ein anspruchsvoll zu spielendes Programm für die Mitglieder der Feldmusik Am Kantonalen Musikfest in Hergiswil spielten wir an unserem Vortrag als Selbstwahlstück Fantasy Variations und als Aufgabestück Skies von Oliver Waespi Der leider nicht ganz optimale Probebesuch und die individuelle Vorbereitung jedes Einzelnen auf die 2 wichtigen Auftritte spiegelte sich auch in der Stimmung der Musikantinnen und Musikanten wieder doch mit den letzten Anstrengungen noch kurz vor unserem Auftritt in Hergiswil konnten wir uns noch steigern und die Juroren waren von unserer Leistung überzeugt Abstriche in der Stimmung Intonation und Dynamik Klangausgleich ließen sich aber nicht vermeiden und für Rolf ist es ein grosses Anliegen dass die Feldmusik sich in diesen Punkten verbessert Um diese wichtigen Bausteine im Musizieren zu verbessern muss der Probebesuch verbessert und das individuelle Arbeiten jedes Einzelnen verstärkt werden Am Kantonalen Musikfest sind wir sicher noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen Das Sommerkonzert bestritt die Feldmusik mit einem Gastverein der Concordia Fribourg Den ersten Teil bestritt die Feldmusik und im zweiten Teil trat der Gastverein vor das Publikum Das Konzert wurde mit dem Florentiner Marsch eröffnet Danach folgte die Ouvertüre zum Römischen Karneval Im nachfolgenden Konzertstück von Camille Saint Saëns war seit längerer Zeit wieder ein Solist aus den eigenen Reihen zu hören Florian Abächerli spielte den Solopart überzeugend sicher und mit großer Musikalität BRAVO Florian Als Abschluß des ersten Konzertblocks spielte die Feldmusik Fantasy Variations von James Barnes An diesem Sonntagmorgen interpretierten wir das Werk lockerer und leichter als am Musikfest in Hergiswil Mitverantwortlich für diese Steigerung waren sicher die Proben zwischen dem Musikfest und dem Sommerkonzert Den zweiten Teil des Konzerts eröffnete die Concordia Fribourg unter der Leitung von Jean Claude Kolly mit dem Grand March aus der Feder des japanischen Komponisten Soichi Konagaya Als zweites Werk interpretierte das Höchstklass Blasorchester die Ouvertüre zu Der Zigeunerbaron von Johann Strauss Mit The Haunter of the Dark von Franco Cesarini setzte die Concordia ihr Konzert fort Nach dem Geist der Dunkelheit folgte Elsas Zug zum Münster aus der Oper Lohengrin von Richard Wagner Zum Schluß folgte ein fetziges Stück der Charlston forever Das Publikum dankte mit langem Applaus den Gästen aus Fribourg Für die Feldmusik war es eine interessante Begegnung mit einem Blasorchester der gleichen Stärkeklasse Nach der Sommerpause begann für uns die Vorbereitung für das Winterkonzert Das anspruchsvolle Programm mit Passion und Tendresse von Rob Goorhuis Casanova Konzert für Cello und Blasorchester von Johan de Meij und Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky stellte die Feldmusik vor eine große Aufgabe Als Solist für das Cello Konzert konnten wir Erich Plüss aus Bern verpflichten Mit technischer Brillanz und musikalischem Empfinden spielte Erich Plüss den Solopart und die Musikantinnen und Musikanten versuchten mit der zum Teil doch dick gesetzten Begleitung den Solisten nicht zu übertönen Keine leichte Aufgabe für die Feldmusik ist das Cello doch sehr selten als Soloinstrument mit Begleitung eines Blasorchesters im Konzert zu hören Nach der Pause spielten wir Bilder einer Ausstellung Mit dem neuen Arrangement des Japaners Tohru Takahasi zeigten sich neue Klangfarben auf die nicht nur für mich sehr interessant waren bekannt ist vorallem die Orchesterversion von Maurice Ravel Nach diesem sehr schwierigen Stück das von der Feldmusik viel Konzentration erforderte bedankten wir uns mit 2 Zugaben von Dimitri Schostakowitsch An dieser Stelle möchte ich unserem Dirigenten Rolf Schumacher herzlich für seine große Arbeit danken Ohne den unermüdlichen Einsatz von Rolf wären solche musikalischen Erlebnisse nicht denkbar Ohne Orchester ist aber auch der beste Dirigent aufgeschmissen und ich danke deshalb auch allen Musikantinnen und Musikanten für ihren großen Einsatz Ich freue mich auf weitere eindrückliche und unvergessliche Konzerte mit der Feldmusik und wünsche allen für dieses Jahr viel Lust und Freude am Musizieren Lukas Christinat Pressespiegel Winterkonzert Winterkonzert 914x600 79 KB 800x525 85 KB 800x525 47 KB Bilder Neue OZ Josef Reinhard Wochenblatt vom 12 1 2001 BILDER HöREN STATT SEHEN dazu bewegte die Musiklehrerin Stefanie Dillier Grundschüler der Musikschule Sarnen Rund 200 Kinder und ihre Eltern lauschten in der Aula Cher der Feldmusik und ihren Bildern einer Ausstellung Neue OZ vom 22 1 2001 Beim Winterkonzert 2001 der bestens dotierten und topmotivierten Feldmusik Sarnen unter der Leitung von Rolf Schumacher konnte man sich nicht zurücklehnen und die Darbietungen unbeschwert geniessen Da war nebst den Ausführenden auch das Publikum gefordert wollte es die Schönheiten der Werke mitbekommen und in deren Tiefe vorstossen Eröffnet wurde das qualitativ hoch stehende und kaum noch zu überbietende Programm von Rob Goorhuis Passion et Tendresse einem mit Schwierigkeiten gespickten effektvollen Einspielstück Häufige Tempo und Stimmungswechsel bereiteten den Ausführenden keine Mühe und die verschiedenen Register konnten ihr Können dem aufmerksamen Publikum demonstrieren Johan de Meij erfüllte sich mit dem achtteiligen sinfonischen Werk Casanova zwei Wünsche Er wollte zu Ehren Giacomo Puccinis einhochromantisches Werk schreiben zugliech audh eine längere Komposition für Cello und Bläser Dabei ist ihm wie die restlos geglückte Aufführung zeigte ein sinfonisches Meisterwerk gelungen Das Cello personifizierte Casanova und man war beeindruckt wie grossartig Erich Plüss den virtuosen und ausdrucksstarken Solopart meisterte Mal konnte er sich solistisch entfalten und dabei sein Können demonstrieren mal wurde er ins Korps integriert und ging in den verschiedenen Klangorgien mehr oder weniger gewollt unter Mit Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung wurde das Winterkonzert 2001 effektvoll beendet Noch einmal hatte die Feldmusik Sarnen Gelegenheit alle Register ihres Könnens zu ziehen und so erlebten die grundverschiedenen Bilder Viktor Hartmanns einige davon sah man im kleinen Saal an einer Diaschau die mit sogenannten Promenaden miteinander zu einem farbenprächtigen Klanggemälde verbungen wurden eine einzigartige Wiedergabe Für den lang anhaltenden Beifall bedankte sich das Korps mit Zugaben die allein schon den Besuch des Konzertes wert gewesen wären Wochenblatt vom 26 1 2001 Beim nachhaltig und noch lange nachklingenden Jahreskonzert der Sarner Feldmusik musste Zuhörerinnen und Zuhörern etwas ganz besonders auffallen Vom ersten Takt bis zum letzten Schlussakkord sprang zwischen Dirigent Rolf Schumacher und seinem Korps der musikalische Funke So wie noch kaum ein Jahr zuvor Das konsequente Führen wollen auf der einen und das vertrauensvolle Sich führen lassen auf der anderen Seite führte zu einer selbstverständlichen Dynamik Zu einer spielerischen Leichtigkeit auch wie man sie bei diesem grossen Blasorchester schon lange nicht mehr erlebt hat Schon das Einspielstück schenkt Dirigent und Musikern nichts Passion et Tendresse hielt nämlich was der Titel verspricht Von leidenschaftlich intonierten Tuttis bis hin zu feinen Soloparts in den einzelnen Registern gespickt mit Tempo und Rhythmuswechseln bietet das Werk jede Menge Herausforderungen Die Feldmusik Sarnen meisterte sie jedoch musikalisch ebenso anmutig wie technisch sauber Casanova von Johan de Meij ist ein Meisterwerk ohne jeden Zweifel Eine Art Programmmusik die den Zuhörer Hochs und Tiefs des Verführers hautnah miterleben lässt Geradezu genial setzt de Meij dabei das Cello als bald solistischen bald in einer wilden Gefühls und Klangwelt untergehenden Hauptdarsteller ein Bei der Interpretation dieses Werks musste die Sarner Feldmusik über ihren eigenen mächtigen Klangschatten springen Sie schaffte es In einer tadellosen Abstimmung liess sie Eridh Plüss als Cellosolisten dort brillieren wo er brillieren musste Und sie machte ihn im Rausch der Tuttis zum verzweifelt kämpfenden Gefangenen wo dies der Komponist so wollte Erich Plüss war in diesem Wechselspiel ein Klasse für sich Mussorgskys Bilder einer Ausstellung hat die Sarner Feldmusik nicht zum ersten Mal gespielt Und doch waren sie wieder neu Frisch restauriert und von jedem Staub befreit möchte man sagen Der Grund dafür ist wohl in der neuen Blasorchesterfassung des Japaners Tohru Takahasi zu suchen Es war ein Gesamtkunstwerk der Klänge ein Bild ebenso farbenprächtig wie jene die Sarner Musikschüler im Foyer zum Thema gestaltet hatten Eine Sarner Feldmusik in Hochform Und diese wurde in zwei Bijous von Dreingaben Polka und Galopp von Dimitri Schostakowitsch gleich nochmals genüsslich ausgespielt Die Konzertberichte verfassten Hannes E Müller NOZ bzw Romano Cuonz Bilder Neue OZ Josef Reinhard Auswahl der Textstellen as Vorschau Sommerkonzert Samstag 26 Mai 2001 im Rahmen der 3 Schweizerischen Horntage 20 00 Uhr Aula Cher Sarnen Leitung Rolf Schumacher Programm Charles Ives arr William E Rhoads Variations on America Oliver Waespi Konzert für Horn und Blasorchester Arbeitstitel Uraufführung Auftragskomposition Solist Lukas Christinat Richard Wagner Siegfried Fantasie für 8 Hörner Horngruppe Obwalden Pause Robert Schumann arr W Schweiger Konzertstück F Dur op 86 für 4 Hörner und Orchester Solisten Radovan Vlatkovic Jakob Hefti Thomas Müller Lukas Christinat Carl Maria von Weber arr Stephan Jäggi Ouvertüre zur Oper Der Freischütz Das Horn als Soloinstrument An den 3 Schweizerischen Horntagen steht das Horn wiederum im Mittelpunkt Beim gemeinsamen Konzert der Feldmusik Sarnen und der Dozenten der Horntage vom Samstag 26 Mai wird das Horn hauptsächlich als Soloinstrument eingesetzt Als Höhepunkt steht das Konzertstück für 4 Hörner von Robert Schumann auf dem Programm und anläßlich der Horntage gab die Feldmusik dem Komponisten Oliver Waespi den Auftrag ein Konzert für Horn und Blasorchester zu schreiben Somit wird an diesem Konzert auch eine Uraufführung zu hören sein Im nachfolgenden Artikel möchte ich das Horn als Soloinstrument näher vorstellen Das Angebot an Konzerten und Sonaten die für das Horn komponiert wurden ist sehr umfangreich und vielseitig Schon im Barock komponierte Georg Friedrich Telemann drei Konzerte ein Konzert für ein Horn ein Konzert für 2 Hörner und ein Konzert für 3 Hörner Alle Konzerte sind für Solohorn Solohörner mit Orchesterbegleitung Streicher Oboen Cembalo geschrieben worden Bekannt sind auch die 2 Konzerte für 2 Hörner von Antonio Vivaldi Damals standen den Musikern und Komponisten nur das Naturhorn zur Verfügung Auf dem Naturhorn war es nur möglich die Obertonreihe im Volksmund die Naturtonreihe mit der Tonfolge kontra C kleines C G C1 E1 G1 B1 C2 D2 E2 F2 Alphorn FA G2 A2 B2 C3 D3 E3 Alphorn zu spielen Damit die Komponisten möglichst viele verschiedene Töne zur Verfügung hatten wurden die Werke des Barocks hauptsächlich in der oberen Lage der Naturtonreihe geschrieben Clarinlage Mit der modernen weiteren Mensurierung der Instrumente sind die Werke des Barocks und der Frühklassik in der heutigen Zeit schwerer zu blasen als im 16 Und 17 Jahrhundert eng mensurierte Instrumente Im Brandenburgischen Konzert Nr 1 in F Dur von Johann Sebastian Bach sind neben Streichern und Oboen auch 2 Hörner in mehreren Passagen solistisch eingesetzt In der Feuerwerk und Wassermusik von G F Händel treten die Hörner neben Oboen und Trompeten ebenfalls solistisch aus dem Orchesterklang heraus In den Werken des 16 und 17 Jahrhunderts wurden aber die Hörner hauptsächlich als Orchesterinstrumente eingesetzt Erst mit der Erfindung des Stopfens ca 1740 wurde das Horn chromatisch Bekannt aus dieser Zeit sind sicher die Konzerte für Horn und Orchester von W A Mozart Irrtümlicherweise wurden die Konzerte an Hand der KV Zahlen Köchel Verzeichnis nummeriert Konzert Nr 1 KV 412 514 Konzert Nr 2 KV 417 Konzert Nr 3 KV 447 und Konzert Nr 4 KV 495 Das Konzert Nr 1 besteht eigentlich aus den Sätzen Allegro KV 412 und Rondo Allegro KV 514 Es fehlt somit der langsame 2 Satz üblichste Konzertform Schneller Satz langsamer Satz schneller Satz Neben den 3 vollständigen Konzerten in Es Dur und den zwei Sätzen in D Dur komponierte Mozart noch ein Rondo in Es Dur KV 371 Dank der Freundschaft zwischen Mozart und dem Hornvirtuosen Joseph Leutgeb enstanden die Werke für Horn und Orchester Joseph Leutgeb war zu dieser Zeit einer der führenden Hornisten der hauptsächlich als Solist auftrat Auch Joseph Haydn schrieb 2 Konzerte in D Dur für Horn und Orchester und 1 Konzert für 2 Hörner und Orchester in Es Dur Weitere Konzerte stammen aus der Feder von Franz Danzi der ebenfalls eine Sonate für Horn und Klavier komponierte Anton Teyber und Francesco Antonio Rosetti Von Rosetti existieren auch 2 Konzerte für 2 Hörner und Orchester Aus klanglichen Gründen wurden damals die Konzerte hauptsächlich in Es oder D Dur komponiert Diese Tonarten klingen beim Horn eher weich und rund und bei Jagdmotiven doch schmetternd Als einzige Komposition für ein Blasinstrument und Klavier schrieb Ludwig van Beethoven die Sonate op 17 in F Dur für Horn und Klavier Die Wiener Klassik darf sicherlich als wichtige Schaffensperiode der für Horn komponierenden Komponisten bezeichnet werden In der Romantik ca 1810 1910 spielte das Horn in den Orchesterwerken immer mehr eine sehr wichtige Rolle Daraus entstanden auch zahlreiche Werke für Horn Von Carl Maria von Weber stammt das Concertino e moll für Horn und Orchester Dieses äusserst virtuose Werk wurde damals noch auf dem Naturhorn geblasen Man kann nur erahnen welche Leistung die Hornisten damals erbringen mussten Mit der Erfindung der Ventile 1818 1819 begann auch ein Wendepunkt der Hornliteratur Nachdem sich die Ventile langsam durchgesetzt hatten enstanden neben den hochvirtuosen Orchesterwerken von Richard Strauss 2 Konzerte für Waldhorn und Orchester Das Konzert Nr 1 enstand 1882 Strauss war damals erst 18 Jahre alt 60 Jahre später schrieb Strauss das 2 Konzert Interessant sind die Unterschiede der beiden Konzerte Während im ersten Konzert das Soloinstrument mit langen Kantilenen und erst im Schlusssatz mit einem virtuosen Thema im 6 8 Takt eingesetzt wird sind im 2 Konzert deutlich die Entwicklung des Komponisten und im Instrumentenbau heraus zu hören Die Solostimme ist mit gestossenen Sprüngen und gebundenen Sechzehnteln viel virtuoser komponiert Hauptsächlich im langsamen zweiten Satz kommen aber die in der Natur des Waldhorns liegenden Kantilenen wieder zum Vorschein Die französischen Komponisten sind durch Camille Saint Saëns mit einem Konzertstück und zwei Sonaten Emanuel Chabrier mit dem Larghetto und Paul Dukas mit der Vilanelle vertreten Robert Schumann komponierte neben dem hochvirtuosen Konzertstück für 4 Hörner und Orchester das an den Horntagen mit Begleitung eines Blasorchesters zu hören sein wird ein Adagio und Allegro für Horn und Klavier Auch von Reinhold Glière existiert ein Konzert für Horn und Orchester Dieses wunderbare Werk dauert ca 40 Minuten und verlangt vom Solisten eine gute Ausdauer und Virtuosität Neben einer Sonate für Horn und Klavier komponierte Paul Hindemith auch ein Konzert für Horn und Orchester Eine der anspruchsvollsten Kompositionen für Hornisten ist das Konzert für Horn und Streichorchester des Schweizers Othmar Schoeck Auf Initiative des Industriellen Willi Aebi Landmaschinen schrieb Schoeck dieses Werk Uraufgeführt wurde das Konzert 1951 in Basel In den letzten Jahrzehnten enstanden unter anderem Konzerte für Horn von Georg Pflüger und Bernhard Krol Das Waldhorn hat sicher als Blechblasinstrument das reichhaltigste Repertoire Mit diesem Artikel habe ich nur die wichtigsten Kompositionen für Horn als Soloinstrument angesprochen Es würden einige Mitteilungsblettli benötigt um das ganze Repertoire von Konzerten Sonaten und Kammermusikwerken die für Horn komponiert wurden nieder zu schreiben Nur dank grossen Hornvirtuosen wie Joseph Leutgeb Denis Brain Barry Tuckwell Alain Civil Peter Damm Hermann Baumann und Radovan Vlatkovic hat das Waldhorn den heutigen Stellenwert im Konzertsaal erhalten den es verdient Lukas Christinat Fahnenweihe 2001 Nicht nur wir Menschen werden älter Gleiches widerfährt auch den Gegenständen unseres täglichen Lebens Und selbstverständlich ergeht es auch so symbolträchtigen Dingen wie Vereinsfahnen nicht anders Der Unterschied zu uns Menschen besteht lediglich darin dass Dinge ersetzbar sind Symbole wiederum sind es nicht ersetzbar sind höchstens ihre Träger Unser heutiges Banner trägt zweifellos ein Symbol und Unser heutiges Banner ist in die Jahre gekommen Während mehr als 30 Jahren hat es den Landsgemeindezug angeführt 35 Jahre lang hat es uns durch Höhen und Tiefen begleitet Jetzt ist es alt und brüchig geworden Trotz schonender Behandlung und sorgfältiger Pflege Immer häufiger musste es repariert werden Sein heutiger Zustand lässt dies nicht mehr zu Deshalb haben wir vor zwei Jahren beschlossen unsere Fahne zu erneuern Das Symbol bleibt das Tuch wird neu gewoben Am Symbol halten wir fest weil wir meinen dass es ein starkes ist Stark durch seine Geschichte und stark durch die Kraft seiner schlichten Gestalt Was bisher geschah Nachdem die GV 99 beschlossen hatte im Sommer 2001 eine neue Fahne zu weihen machte sich ein Dreiergremium des Vorstandes Gedanken über Art und Ausrichtung des dazugehörenden Festes Beabsichtigt war der GV 00 ein entsprechendes Konzept zur Genehmigung vorlegen zu können Während der vorstandsinternen Vorbereitung jener GV zeigte es sich jedoch dass das im Vordergrund stehende am weitesten gediehene Konzept nicht mehrheitsfähig war Darüber hinaus gestaltete sich die Suche nach einem OK Präsidenten als eher schwierig Ein zweiter Anlauf im letzten Sommer verlief erfolgreicher Nachdem sich unser Fähnrich Benno Dillier bereit erklärt hatte das OK Präsidium zu übernehmen und ein vielversprechendes Grobkonzept vorlag konnte das Fest OK relativ schnell komplettiert werden Seither ist einiges passiert Leider sah sich das OK auf Grund gravierender Terminkollisionen zwei Mal gezwungen Konzept und Festprogramm grundlegend zu überarbeiten Wäre unser Fest nämlich wie vorgesehen Ende Juni über die Bühne gegangen hätten wir das Seefest unserer als Patensektion geladenen Sachsler Kollegen ernsthaft konkurrenziert Und hätten wir nach der Verschiebung der Fahnenweihe auf das Datum der Dorfchilbi an der zunächst beabsichtigten Organisation der Kantonsratspräsidentenfeier mit anschliessendem Konzert und Festbetrieb festgehalten wären wir mit Sicherheit unter die Räder des relativ kurzfristig anberaumten Brünigstrass Festes geraten Festprogramm Nach etlichem Hin und Her steht jetzt also fest dass unsere neue Fahne am Chilbiwochenende im September geweiht werden soll Beabsichtigt ist nicht etwa die Fahnenweihe sang und klanglos im Chilbibetrieb zu integrieren sondern ganz im Gegenteil die Fahnenweihe zum Thema der Chilbi zu machen diese also der Fahnenweihe einzuverleiben Hierzu soll das bestens bekannte Chilbiprogramm aufgestockt und erweitert werden Der Freitagabend soll ebenso kompromisslos von volkstümlicher Unterhaltung geprägt sein wie der Samstag von popig vielschichtiger Farbigkeit Die eigentliche Fahnenweihe wird am Sonntag stattfinden Das provisorische Programm sieht wie folgt aus 0900 Uhr Besammlung in der Ei FMS Gäste Patensektion 1000 Uhr Zug zur Pfarrkirche 1030 Uhr Festgottesdienst und Fahnenweihe 1145 Uhr Festlicher Umzug durchs Dorf 1200 Uhr Volksapéro in der Ei 1230 Uhr Bankett im Festzelt 1400 Uhr Musikalische Unterhaltung durch

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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 4/2000
    Möglichkeiten Neues auszuprobieren wird die Sarner Dorfchilbi die Gegenwart nicht nur überleben sondern wer weiss sogar gestärkt aus ihr hervorgehen für das Chilbikommitee Andy Schlittler Klassik in der Zeit Die verschiedenen Epochen der Klassischen Musik vom Mittelalter bis zur Gegenwart 9 bis 13 Jahrhundert Mittelalter Im Mittelalter wurde nur einstimmige Musik gespielt In der Geistlichen Musik wurde der Gregorianischer Choral gesungen und in der Weltlichen Musik waren es die Troubadours Minnesänger und Meistersinger Ende des 13 Jahrhunderts Erste Anfänge mehrstimmiger Musik 14 bis 16 Jahrhundert Renaissance In dieser Zeit erste Hochblüten der Mehrstimmigkeit in den Niederlanden und in Italien später in England und Deutschland Josquin des Pres Niederlande Pierliugi Palestrina Rom Giovanni Gabrieli Venedig Orlando die Lasso München und William Byrd England waren die wichtigsten Komponisten der Renaissance 17 bis 18 Jahrhundert Barock Im Barock war die Zweite Hochblüte der Mehrstimmigkeit in allen Ländern Europas Die bekanntesten Komponisten dieser Epoche waren Johann Sebastian Bach 1685 1750 und Georg Friedrich Händel 1685 1759 Der Kompositionsstil von Bach war ausschlaggebend für die darauf folgende Musikgeschichte Weitere Komponisten des Barocks waren Claudio Monteverdi Italien Arcangelo Corelli Italien Antonio Vivaldi Italien Heinrich Schütz Deutschland Dietrich Buxtehude Deutschland Georg Philipp Telemann Deutschland Henry Purcell England Ca 1740 bis 1770 Vorklassik In diesem Zeitraum fand der Übergang von der streng regeltreuen Barockkunst zu einem individuelleren und persönlicher geprägten Musikstil statt Empfindsamkeit Sturm und Drang und Galanter Stil waren die Inhalte der Kompositionen Die bekannten Komponisten der Vorklassik waren Wilhelm Friedemann Bach Carl Philipp Emanuel Bach Hamburger Bach und Johann Christian Bach Londoner Bach Ca 1760 bis 1825 Wiener Klassik Ausgewogenheit in Melodie und Harmonie sowie musikalische Formen prägten die Wiener Klassik In dieser Zeit entstanden Sinfonien Sonaten Konzerte und Kammermusik Musik war nicht mehr ein Vorrecht der höheren Gesellschaftsschichten sie wurde auch in Konzertsälen zu den Bürgern gebracht Die drei bekanntesten Komponisten der Wiener Klassik waren Joseph Hayden 1732 1809 Wolfgang Amadeus Mozart 1756 1791 und Ludwig van Beethoven 1770 1827 Ca 1810 bis 1910 Romantik In der Romantik fand der Wandel von der klassischen Ausgewogenheit zur romantischen Stimmungsmalerei und zu Gefühlsschilderungen statt Vorliebe für lyrischen Ausdruck für die Fantasie aber auch für den grossartigen Effekt Der Künstler wurde in dieser Zeit als Virtuose und genialer Star gefeiert Bekannteste Komponisten waren Carl Maria von Weber 1786 1826 Franz Schubert 1797 1828 Felix Mendelssohn 1809 1847 Robert Schumann 1810 1856 Frederic Chopin 1810 1849 Richard Wagner 1813 1883 Franz List 1811 1886 Giuseppe Verdi 1813 1901 Anton Bruckner 1824 1896 und Johannes Brahms 1833 1897 In diesem Zeitabschnitt gab es auch nationale Schulen mit Komponisten wie Modest Mussorgski Peter Iljitsch Tschaikowsky Friedrich Smetana und Antonin Dvorak In der Spätromantik waren Gustav Mahler Max Reger und Richard Strauss die führenden Komponisten Während dieser Epoche entstanden auch zahlreiche Operetten und Komponisten wie Jaques Offenbach Johann Strauss Vater und Sohn Franz von Suppé und Franz Léhar galten zu dieser Zeit als Unterhaltungsmusiker Ca 1890 bis 1945 Musik des 20 Jahrhunderts kann man in verschiedene Stilrichtungen einteilen Impressionismus Claude Debussy Maurice Ravel Manuel de Falla Erweiterung der spätromantischen Tonalität Max Reger Richard Strauss Gustav Mahler Bi und Polytonalität Arthur Honegger und Frank Martin Neobarock Neoklassik und Neoromantik Paul Hindemith Sergej Prokofjew Benjamin Britten Othmar Schoeck und Dimitri Schostakowitsch Einflüsse aus dem Jazz brachte Georg Gershwin ein Ein Experimentierer in allen Stilen war Igor Strawinsky und Einflüsse aus der Volksmusik brachten Bela Bartok Zoltan Kodaly und Leos Janacek ein Vertreter der Zwölftonmusik waren Arnold Schoenberg Anton Webern und Alban Berg Als Vertreter der Zeitgenössischen Musik sind Karlheinz Stockhausen Krzystof Penderecki György Ligeti John Cage Luciano Berio Philip Glass und Heinz Holliger zu nennen Mit Spannung erwarte ich die Entwicklung der E Musik im 21 Jahrhundert und hoffe dass ich im Computerzeitalter nicht arbeitslos werde Lukas Christinat Schlagzeugerabend Gut gelaunt und die Taschen vollgepackt mit köstlichen Sachen treffen wir uns am Samstag 8 Juli in der Aula Cher und folgen der Einladung von Beat Spichtig Unsere Fahrt führt uns mit mehr oder weniger Mühe in die Alpenresidence unseres Kameraden Dort werden wir von ihm herzlichst empfangen und sicher einparkiert so dass einer erfolgreichen Abfahrt keine unnötigen Hindernisse mehr im Wege stehen Überrascht dass Beat uns die herrliche Aussicht noch vorenthalten will gesellen wir uns bei einem Glas Weisswein und einem herrlichen Appetithäppchen zu Tische Die Tatsache dass uns der Blick auf den Sarnersee versprochen wurde lässt uns immer wieder einen Blick zum Fenster riskieren Plötzlich kommt Unruhe in die Runde Aufgebracht durch die Tätigkeit ein Feuer und die dazu erwünschte Glut zu erstellen hält es uns nicht mehr auf den Sitzen und entschlossen nehmen wir die Aufgabe gemeinsam in Angriff schliesslich sollen unsere Grilladen die beste Glut erhalten Gleichzeitig beginnt Gerda die Risottopfanne zu rühren Bei unserem eifrigen Tun bekommen wir gar nicht mit wie Beat langsam den Vorhang zieht und uns den Blick auf den Sarnersee öffnet Die noch um die Bäume schleichenden Nebelschwaden geben der Landschaft eine verzaubert märchenhafte Stimmung Endlich können wir unsere Würste Holzfäller und Jägersteaks grillieren Auch das Risotto entfaltet in der Küche schon einen angenehmen Duft und weckt in uns einen gesunden Appetit Versammelt in der angenehm warmen Stube geniessen wir das Essen und diskutieren über das eine und andere Die Zeit ist schon etwas vorangerückt und bei einem Kaffee und Tiramisu macht sich die Müdigkeit langsam bemerkbar Da hilft doch nur noch ein Digestif Beat öffnet uns seinen Schnapsschrank und tatsächlich findet sich für jeden noch ein kleines Verdauungshäppchen Zufrieden und mit einem wohlig warmen Gefühl im Bauch machen wir uns auf den Weg ins Tal Wir sind uns alle einig es war ein gemütlicher Abend Dafür möchten wir Beat Gerda und Flavia noch einmal ganz herzlich danken FEMU Ausflug Sonntag 24 September 2000 Traumhaftes Herbstwetter lud zu einem Abstecher in die Berge ein Als ob es die Verantwortlichen der Feldmusik geahnt hätten war genau an diesem wunderschönen Sonntag die Herbstwanderung auf den Giswilerstock angesagt Ein ziemlich bescheidenes Trüppchen fuhr am Morgen per Bus oder PW bis zur Fluonalp Geheimtip für faule Berggänger Von hier aus

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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 4/1999
    die gassenbuben spottend nachliefen wurde dem volk zum geistigen antlitz der welt Es ist der geist der sich den körper baut Adolf Loos 1870 1933 war Architekt und Schriftsteller Den grössten Teil seines Lebens verbrachte er unter oft ärmlichen Verhältnissen in Wien Seine in sprachlich starken zeitlos aktuellen Texten dargelegte Sicht der Dinge stiess damals mehrheitlich auf Ablehnung Heute gilt Loos als ebenso hartnäckiger wie erfolgreicher Vorkämpfer der modernen Sachlichkeit in der Architektur Die kranken Ohren Beethovens 1919 erstmals veröffentlicht ist 1982 in Adolf Loos Trotzdem beim Georg Prachner Verlag in Wien neu erschienen Winterkonzert 2000 Programmnotizen Alle mit bezeichnete Texte sind originalgetreu aus dem Englischen übersetzt Symphony No 4 op 165 Alan Hovhaness Komponist dieser Symphonie widmete sich ausgiebig dem Studium von Volksliedern und der Folklore Für ihn soll die Musik die natürliche Einstimmigkeit verkörpert in Nationalliedern und altertümlichen Kirchenhymnen widerspiegeln Seine Werke sind denn auch charakterisiert durch modale Melodiefortschreitungen Dreiklangharmonien unaufhörliche Wiederholungen von melodischen Phrasen und rhythmischen Ostinati sowie durch häufige Wechsel zwischen metrischen und senza misura Teilen Ein Hauch von Mystik durchzieht seine Musik Seine Werke sind stets farbenreich instrumentiert Die beiden Ecksätze der Symphony No 4 bestehen aus je einer Hymne und anschliessender Fuge Der Mittelsatz wird vom Schlagwerk dominiert Zum dritten Satz schreibt Hovhaness Anstatt ein aussageloses Glockenspiel Röhrenglocken und Vibraphon zu benutzen würde ich es bevorzugen das unregelmässige Gebimmel der Kirchen von Zürich oder alle Glocken der tausend Burgen der verlorenen Stadt Ani in Armenien in wildem klirrendem willkürlichem Rhythmus erklingen zu lassen Alan Hovhaness wurde am 8 März 1911 in Sommerville Massachusetts USA geboren und verstarb am 20 November 1964 in New Jersey USA Der Nachkomme armenischer und schottischer Einwanderer begann in früher Jugend zu komponieren studierte Musik bei Converse am New England Conservatory in Boston und interessierte sich für Mystik und nicht westliche Musik Unter dem Einfluss von Bernstein und Copland begann er um 1943 mit dem Studium der traditionellen armenischen Musik Studienreisen führten ihn in der zweiten Hälfte der Fünfziger und in der ersten Hälfte der Sechzigerjahre nach Indien Japan Korea und in die damalige UdSSR Die Kompositionen dieser Periode zeigen starke fernöstliche Einflüsse Um 1971 kehrte Hovhaness in den Einflussbereich westlicher Musik zurück Das Schaffen des Komponisten wurzelt in kultischen Ursprüngen er nutzt sowohl die abendländische Diatonie wie die überlieferten Tonreihen alter Hochkulturen Ekstatik und Meditation epische Breite und Renaissance oder Barockstrukturen kennzeichnen die ungeheure Fülle seines Werkes darunter 56 Symphonien Save the Sea 1997 schrieb Frigyes Hidas dieses Werk im Auftrag der Konferenz zur Rettung der Weltmeere die 1998 in Portugal stattfand Zu dieser Zeit befasste sich der Komponist mit originaler Programm Musik Die Titel der einzelnen Sätze dienen als Signale für die betreffenden musikalischen Inhalte Sie lassen dem Publikum seine Fantasie und volle Interpretations Freiheit Der erste Satz Waves of the Sea Wellen des Meeres zeigt die ständige Bewegung des Wassers und die zarte Seite seiner verborgenen unheimlichen Kräfte Der zweiten Satz Song of the Sea Lied des Sees ist ein ruhiges und fröhliches Lied Der dritte Satz heisst Threatening Sea drohendes Meer Wie es der Titel besagt erinnert die Stimmung dieses Satzes an eine rauhe See und stürmisches Wetter Game of the Corals Spiel der Korallen heisst der vierte Satz Er widerspiegelt das Leben unter Wasser auf den Korallen Inseln und schildert die Farbenpracht der winzig kleinen Fische die in den Riffs leben Hymne of the Sea der letzte Satz beschreibt in seiner hymnischen Stimmung die Ruhe der majestätischen See Frigyes Hidas wurde 1928 in Budapest geboren Er studierte Komposition an der Ferenc Liszt Musik Akademie bei János Visky Für fünfzehn Jahre war er musikalischer Direktor des National Theaters 1951 1966 und in derselben Funktion leitete er von 1974 bis 1979 das Städtische Operetten Theater Budapest Seit er diese Institution verlassen hat arbeitet Frigyes Hidas als freischaffender Komponist Er ist ein hoch profilierter Musiker der an Klänge und Harmonien im traditionellen Sinne glaubt und stets leicht zugängliche Musik schreibt Sein Werk umfasst trotzdem die ganze Skala der Musikgattungen Opern Ballettmusik Konzerte Orchesterwerke Kammermusik Solostücke und Choralmusik In der Welt der Bläser ist er besonders für seine Kammermusik und die Blasorchester Werke bekannt Hidas erhielt eine beträchtliche Anzahl von Kompositionsaufträgen für Ballett das staatliche Opernhaus verschiedene Radiostationen Universitäten und musikalische Stiftungen Concerto for Trumpet and Winds Zeitgenössische Literatur für Trompete lebt heute weltweit von einem grossen Reichtum an Stil und Technik der mit der jeweiligen Orchestrierung in Einklang zu bringen ist Diese Entwicklung hat eine neue Generation von Solotrompetern hervorgebracht deren Experimentierfreude und Annäherung an verschiedenste Aufführungstechniken zu einer eigentlich Revolution geführt hat Diese erfasste vor nicht allzu langer Zeit fast die ganze Bandbreite der Stilrichtungen Das vorliegende Werk ist Yeh Shu Han einem Vertreter dieser jungen brillanten Trompeter Generation gewidmet Der Taiwanese ist Solobläser im National Symphony Orchestra of Taiwan bespielt mit seiner eigenen Gruppe häufig Tonträger und geniesst einen führenden Namen in der internationalen Bläserszene Die fünf Sätze des Concertos jeder in einer verschiedenen Stilrichtung und abwechslungsweise auf der Trompete dem Cornet und dem Flügelhorn zu spielen sind dazu geeignet die Fähigkeiten jener modernen Trompeter zu offenbaren die sich in sämtlichen Stilen musikalisch überzeugend zu bewegen wissen Der erste Satz Sonata ist in typisch neuklassischer Art instrumentiert und vom Solisten auf der Trompete zu spielen In Slow Blues dem zweiten Satz erklingt das Flügelhorn während der dritte Satz Jazz Waltz nach dem Cornet verlangt Song heisst der fünfte Satz Er ist die moderne Fassung eines taiwanesischen Volksliedes das auf der Trompete zu hören ist Der abschliessende Samba gipfelt im Ausbruch lateinamerikanischer Rhythmen und Farben Das Concerto for Trumpet and Winds wurde 1996 anlässlich einer Dreifach Premiere uraufgeführt Am 5 April in Taichung am 6 April in Taipei und am 12 April in Hong Kong Solist war Yeh Shu Han und der Komponist Alfred Reed leitete die China Youth Corps Band bei den ersten zwei Aufführungen um dann in Hong Kong The Wind Orchestra of the Hong Kong Academy of Performing Arts zu dirigieren Fifth Suite for Band Die vier Sätze dieser Suite halten sich alle an

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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 4/1998
    für die Musik Seine Studien an der Musikakademie von Ljubljana schloss er 1969 mit Auszeichnung ab und ging nach Paris um sich am Conservatoire National Supérieur de Musique weiterzubilden Bereits nach einem Jahr beendete er seine Studien mit einem ersten Preis In der Folge gewann er weitere renommierte Preise und Auszeichnungen so zum Beispiel 1974 den internationalen ARD Musikwettbewerb in München Als Soloposaunist in bekannten Orchestern fällt Branimir Slokar rasch durch seine ausserordentliche Musikalität auf und schon bald gilt er als einer der besten Posaunisten unserer Zeit 1980 verzichtet er ganz auf seine Orchestertätigkeit und widmet sich seiner Solistenkarriere Auftritte mit Orchester Orgel Klavier und Harfe Es folgen Einladungen zu grossen internationalen Musikfestivals wie Salzburg Wien und Dubrovnik Das von ihm gegründete Slokar Posaunen Quartett führt er auf ein exzellentes Niveau von Brillanz und musikalischer Authentizität Seine musikalische Virtuosität findet ihre Ergänzung in einer ausgesprochenen pädagogischen Begabung Neben Professuren in Freiburg i Br und am Konservatorium in Bern wird er regelmässig zu Meisterkursen in Europa den USA und Japan eingeladen Branimir Slokars Zusage für das Grøndahl Posaunenkonzert bedeutet für die Feldmusik Sarnen Ehre und Verpflichtung zugleich Die Zusammenarbeit mit einem Solisten von Weltklasseformat stellt sicherlich einen musikalischen Ansporn erster Güte dar und verspricht zu einem ganz besonderen Leckerbissen für das Publikum und die beteiligten MusikerInnen zu werden as Chilbi 1998 ein Neubeginn Ausgangslage Die Grundlage unseres Engagements für eine Neuorientierung der Chilbi ergab sich aus verschiedenen Feststellungen und Erkenntnissen anlässlich des Chilbieinsatzes 1997 mit meinem Registerkollegen Urs Kaufmann Das von uns im Auftrag des Vorstandes in intensiver Auseinandersetzung mit dem Problemkreis Chilbi erarbeitete Konzept wird mit nachfolgenden Kernaussagen im wesentlichen dargestellt Ansprechen neuer Gesellschaftsschichten mit konsequenter Umsetzung eines Themas in der Werbung und im Angebot Hohes Wohlbefinden der Gäste in Bezug auf Gastronomie Dekoration und Unterhaltung Optimierung des räumlichen Konzeptes mit Mehrfachnutzung der geschaffenen Infrastrukturen Ertragssteigerung im Verhältnis zum Gesamtaufwand Komitee Die detaillierte Ausarbeitung des geschaffenen Grundkonzeptes erfolgte im elfköpfigen motivierten Chilbikomitee ab dem Juni in sieben Gesamtsitzungen mit folgenden Verantwortlichkeiten Protokoll Carola Schumacher Böhler Personelles Beat Spichtig Urs Kaufmann und Markus Koller Finanzen Ruedi Dillier Bau Roland Imfeld Werbung Primus Camenzind Unterhaltung Markus Michel Festwirtschaft Urs Kaufmann Frässbeiz Beda Dillier und Edda Niss Disco Bar Mani Disler Aussenstände Esat Bozkurt Gesamtleitung Beat Spichtig Weitere spezielle Aufgaben wurden mit grossem Einsatz von Marcel Dillier und Max Lohner mit der Organisation von Lotto und Tombolas sowie von Steffi Dillier und Markus Kiser mit der Dekoration wahrgenommen Die Arbeit in allen Gruppen basierte auf dem Hintergrund von Qualität Detailpflege und Verantwortung Herzlichen Dank für den Einsatz und die gute Zusammenarbeit Konzept Dem baulichen Konzept stand vor allem der Gedanke einer dorfähnlichen Anordnung der verschiedenen Lokale und Angebote in kleineren Einheiten mit optimaler räumlicher Wirkung grossem Wohlbefinden und die Mehrfachnutzung geschaffener Infrastrukturen zu Grunde Diese Voraussetzung erlaubte es auch die personellen Ressourcen attraktiver und optimaler zu nutzen Das gastronomische Angebot orientierte sich weitgehend am Thema Chicken welches aus der zentral gelegenen Küche sowohl nach innen in das Frässbeizli wie auch nach aussen angeboten wurde Verschiedene weitere Aussenstände mit neuen und traditionellen Angeboten eine moderne mobile Disco und der gemütliche Cheliwagen rundeten das vielseitige Angebot ab Das reichhaltige abwechslungsreiche und ein breites Publikum ansprechende Unterhaltungskonzept beinhaltete folgende Programmpunkte Freitagabend Country Band Company Time Samstagnachmittag Lottomatch mit volkstümlicher Unterhaltung Samstagabend Jazz Rock und Funk mit der Band Vague Sauvage Sonntagmorgen Jodlermesse mit dem Jodlerclub Sarnen Sonntagnachmittag Ländlerkapelle Röbi Odermatt und abschliessend die Niinermuisig Um diesen Strauss von Neuerungen einem breiten Publikum bekannt machen zu können wurden speziell hohe Anforderungen an das Werbekonzept gestellt Mit den gestaffelten Werbemassnahmen bestehend aus Hinweis und Detailinseraten Flugblättern und Zeitungsartikeln wurde werbewirksam mit einem neuen Erscheinungsbild das Zielpublikum angesprochen Es war das erklärte Ziel der Verantwortlichen der Personalplanung ganz besonders Beachtung zu schenken Rechtzeitige Aufgebote und Informationen sowie ausreichende jedoch nicht überbelegte Einsatzplätze sollten die Basis für ein motiviertes Mitarbeiten der Feldmusikkolleginnen und kollegen und aller Freiwilligen darstellen Chilbi in Zahlen Total Chilbieinsätze 305 Stück Total Einsatzmutationen 45 Stück Offenbier Festzelt 500 Liter Branntwein Festzelt 53 Liter Bratkäse 51 kg Brot 60 kg Red Bull Top Egg 955 Dosen Bier 33 cl Top Egg 1389 Flaschen Gesamtumsatz Fr 60 000 Ertrag Fr 15 000 Fazit Auf Grund der positiven Reaktionen sowohl von verschiedenen Aussenstehenden als auch von beteiligten Personen hat sich grundsätzlich die Neuausrichtung der Chilbi im Grundkonzept als richtig bestätigt Anpassungen im baulichen Konzept bei den Zugängen und in der Grösse des Festzeltes sind zu diskutieren Verstärkte Zusammenarbeit mit der Pfadfinderabteilung zur Abstimmung des Gesamtangebotes der gemeinsamen Werbung der Unterhaltung und der Durchführung des Chilbigottesdienstes sind notwendig Das finanzielle Ergebnis bewegt sich im Rahmen des Budgets und ist unter Einbezug der schlechten Wetterverhältnisse als zufriedenstellend zu betrachten Das Verhältnis zwischen materiellem finanziellem und personellem Aufwand einerseits und finanziellem Ergebnis andererseits muss und kann optimiert werden Verschiedene Kostenfaktoren wie die Unterhaltung Beschädigungen und Glasbruch sind speziell zu beachten Die Vorbereitung der Chilbi hat mit der Definierung des bereinigten Konzeptes des Angebotes und der Abstimmung der Zusammenarbeit im Frühjahr Sommer zu erfolgen Für die Durchführung der Chilbi in der konzeptionierten Form ist die Feldmusik auf die bedingungslose Mitarbeit sämtlicher Mitglieder angewiesen Nur so lassen sich Mehrfachbelastungen einzelner Mitglieder ausschalten und eine gesamthaft qualitativ hochstehende motivierte Gesamtleistung erzielen Verschiedene OK Mitglieder stellen sich in verdankenswerter Weise auch nächstes Jahr für die Vorbereitung und Durchführung einer weiteren Dorfchilbi zur Verfügung Damit eine gewisse Kontinuität in der Organisation für weitere Jahre sichergestellt werden kann sind gewisse Ressorts mit der Nachfolgeperson zusätzlich zu besetzen Dank Vorbereitung und Durchführung der Dorfchilbi 1998 erfolgten als Neubeginn mit erheblichem Aufwand seitens des Organisationskomitees Für die persönliche Unterstützung in allen Bereichen möchte ich mich bedanken Einen ganz speziellen Dank erlaube ich mir an das gesamte OK und insbesonders an unseren Festwirt Urs Kaufmann auszusprechen Ich hoffe dass wir es mit gemeinsamen Kräften verstehen den gesellschaftlichen Stellenwert der Sarner Dorfchilbi zu erhalten als Anlass an dem unser Verein die Chance wahrnimmt in anderer Form den bereichernden Kontakt zur Gesellschaft zu suchen zu pflegen und auszubauen Beat Spichtig Wichtige Ergänzung Das

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  • Feldmusik Sarnen, Mitteilungsblatt 2/1998
    Programm von der technischen Seite her betrachtet sicher nicht zur leichteren Sorte gehörend ist geprägt von viel Abwechslung mitreissenden Rhythmen musikalischem Witz und Humor Eine bemerkenswerte Spielfreude während den Gesamtproben deutet darauf hin dass Rolf Schumacher mit seinem Einstiegsprogramm bei den Musikanten goldrichtig liegt Im Sinne aller Beteiligten und zuallererst des Publikums hoffen wir dass diese Spielfreude am 27 Juni den Weg von der Bühne in den Saal finden wird und dadurch zu einem gelungenen Konzertabend beiträgt Nach dem Konzert heisst es nicht etwa Ende der Veranstaltung sondern ganz im Gegenteil Vorhang auf für Vague Sauvage Diese Berner Tanz und Unterhaltungsband wusste an der letzten Feldmusik GV mit ihrer professionell vorgetragenen mitreissenden Musik von Jazz über Rock bis Pop derart zu begeistern dass sie gleich nochmals engagiert wurde Neben dem Tanzparkett sorgt eine Festwirtschaft für das leibliche Wohl der Gäste so dass einem unvergesslichen Sommerabend nichts mehr im Weg stehen sollte as Programmnotizen Variations on a Hymn by Louis Bourgeois C T Smith Louis Bourgeois war ein angesehener Komponist und Organist der Kirche St Peter in Genf Er machte sich als Herausgeber von Psalmen einen Namen und war bekannt für seine ausserordentliche Begabung bei der musikalischen Umsetzung von poetischen Texten Die vorliegende Komposition des Amerikaners Claude T Smith besteht aus einer Folge von Variationen über einen Choral Bourgeois der 1562 erstmals veröffentlicht wurde und noch heute zur Lobpreisung Gottes gesungen wird Variations on the Porazzi Theme of Wagner A Reed Im zweiten Satz seiner 1988 uraufgeführten Symphony No 3 verarbeitete der bestens bekannte Amerikaner Alfred Reed ein wenig gehörtes Thema Richard Wagners 1813 1883 Es handelt sich dabei um das vermutlich letzte Musikstück welches dieser grossartige Komponist geschrieben hat Wagner hatte es als privaten liebevollen Dank seiner Frau Cosima gewidmet Später wurde es nach der Villa Porazzi in Italien benannt in der die Familie Wagner mehrere Monate verbracht hatte Pineapple Poll Suite aus dem Ballett A Sullivan arr Mackerras Opening Number Jasper s Dance Poll s Dance Finale Zurückgreifend auf eine Ballettmusik von Arthur Sullivan schuf Charles Mackerras eine abwechslungsreiche unterhaltsame Konzertsuite Das viersätzige Werk wurde von W J Duthoit für Militärmusik bearbeitet und ist Bestandteil des Chappell s Army Journal Fête Galante J Horovitz Pavane Menuett Bourrée des Masques Mit Fête Galante werden die beliebtesten Gemälde Watteaus beschrieben eines französischen Künstlers des frühen 18 Jahrhunderts der mit seinen Bildern eine eigentliche Traumwelt geschaffen hat In seinen idealisierten Landschaften schiffen sich skurile Figuren in Maskenkostümen für eine Reise auf eine bezaubernde Insel ein Liebende passieren einander bei höfischen Tänzen und treffen sich in mondbeschienenen Maskeraden wieder Der Komponist deutet dies als eine romantische Sehnsucht nach einem unerreichbaren Zustand Das 1991 uraufgeführte dreisätzige Werk basiert auf französischen Tanzformen Pavane hat eine ausgedehnte Hauptmelodie welche mehrmals in zunehmend sorgfältigerer Ausarbeitung erklingt Im Gegensatz dazu ist Menuett ein sehr kurzer verbindender Satz mit einem kammermusikalischen Gefüge Die abschliessende Bourrée des Masques ist ein schnelles Marsch Rondo mit Fanfarenmotiven die von synkopierten Akzenten des Schlagzeuges unterbrochen werden Music Hall Suite Quintett J Horovitz Soubrette Song Trick Cyclists Adagio Team Soft Shoe Shuffle Les Girls Die Music Hall Suite entstand 1964 für das weltbekannte Philip Jones Brass Ensemble Schon die Bezeichnung der Sätze lässt einiges an Ungewohntem erwarten Philip Jones himself bezeichnete das Stück denn auch als Kombination von Humor und virtuoser Brillanz Es verwundert deshalb nicht dass die Music Hall Suite inzwischen zu einem Klassiker im Repertoire der Blechbläser Quintette geworden ist Bacchus on blue ridge Divertimento J Horovitz Horovitz schreibt in seiner Werkerläuterung Viele Komponisten wurden durch die Blue Ridge Mountains in Nordamerika inspiriert Die für diese Gegend so kennzeichnenden melodischen und rhytmischen Wendungen werden meines Erachtens zu einer nahrhaften Diät die den verwöhnten Städter wieder ins Gleichgewicht bringt Die drei Teile des Werkes sind auf der Grundlage einfacher symphonischer Strukturen komponiert und leben vom Gedanken an Bacchus den Gott von Wein Weib und Gesang Horovitz Bacchus der immer lärmende Städter kehrt hin und wieder dem Wettbewerb auf dem Göttergipfel Olymp den Rücken zu und begibt sich zum Wochenendurlaub aufs Land Dabei vermischen sich Elemente des Jazz mit Volkstänzen Blues verschmelzen mit dem Prairie Style und zu guter Letzt wird der Valse de Paris von einem Negertanz übertönt Die Komponisten Claude T Smith 1932 1987 C T Smith unterrichtete nach seiner Ausbildung an der University of Kansas an verschiedenen Schulen in Nebraska und Missouri Daneben komponierte er diverse kleinere und grössere Werke unter anderem auch für Blasmusik Zuletzt war er Mitarbeiter beim Musikverlag Jenson Arthur Sullivan 1842 1900 Der britische Komponist Dirigent und Lehrer A Sullivan wurde vor allem durch seine Operetten bekannt Er schrieb jedoch auch Opern Bühnen und Kammermusik sowie Orchester und Chorwerke Alfred Reed 1921 A Reed kam während des zweiten Weltkrieges als Trompeter zum Musikkorps der US Luftwaffe Danach beendete er seine Musikstudien an der Juillard School als Kompositionsschüler von V Giannini Ab 1948 arbeitete er als Komponist und Arrangeur für die Rundfunkstation NBC Nach einer mehrjährigen Lehrtätigkeit in Waco Texas wurde er 1966 Professor an der Universität von Miami Heute gehört Reed zu den weltweit angesehensten Blasmusikkomponisten Seine musikalische Sprache zeugt von einem konsequenten persönlichen Stil der gleichzeitig Musiker wie Zuhörer ansprechen will Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen umfasst bis heute weit über zweihundert Werke Joseph Horovitz 1926 Der in Wien geborene J Horovitz emigrierte 1938 nach England wo er Musik und moderne Sprachen studierte Nach dem Krieg studierte er Komposition bei Gordon Jacob in London und bei Nadia Boulanger in Paris Ansehen gewann er zunächst als Pianist und als Dirigent des russischen Balletts sowie einer Reihe von englischen Theatern und Orchestern Das reichhaltige kompositorische Schaffen von Horovitz umfasst diverse Ballette darunter Alice im Wunderland zwei Opern Konzerte für Violine Klarinette Trompete Euphonium und ein häufig gespieltes Jazz Cembalo Konzert Seine Kammermusik umfasst fünf Streichquartette sowie Werke für Klarinette und Oboe Ausserdem schrieb er diverse Werke für Blechbläserensembles und Brass Bands International bekannt wurde Horovitz erst in jüngerer Zeit durch seine Musik für diverse beliebte Fernsehserien Gratulationen Gleich fünf Mitglieder der Feldmusik Sarnen erhielten in der letzten Zeit musikalische

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